Laborkompetenzen

Wir bieten die Analyse von spezifischen IgE-, IgG- und IgG4-Antikörpern auf mehr als 1.500 Allergenen an. Die Detektion erfolgt auf qualitativ höchstem Niveau mit vollautomatisierten Hochdurchsatz-Analysegeräten der Firmen Thermo Fisher Scientific (Phadia) und Euroimmun.

Mit dem ImmunoCAP ISAC von Thermo Fisher Scientific (Phadia) steht ein innovativer Test zur Ermittlung des IgE-Antikörper Profils von Probanden zur Verfügung. Mit Hilfe der Biochip-Technologie können IgE-Antikörper gegen 112 Allergenkomponenten simultan in einem kleinen Probenvolumen bestimmt werden.

Darüber hinaus können allergiebedingte oder pseudoallergische Reaktionen auf Medikamente oder chemische Substanzen durch den Basophilendegranulationstest (BDT) abgeklärt werden. Mit dem Lymphozytentransformationstest (LTT) steht ein validiertes und nach ISO 15189 akkreditiertes Analyseverfahren zum Nachweis von Typ IV-Sensibilisierungen auf verschiedene Kontaktallergene zur Verfügung.

Wir bieten den Nachweis aller klinisch und diagnostisch relevanten Autoantikörper (AAk) an. Zum etablierten Methodenspektrum der Autoimmunologie gehört die Immunfluoreszenztechnik (IFA; HELMED® IFT-Prozessor der Fa. AESKU; EUROStar-Fluoreszenz-Mikroskop der Fa. EUROIMMUN), die weltweit zu den bewährten und empfohlenen Methoden im Rahmen eines AAk-Screenings gehört. Neben der Mikroskopie werden auch Enzymimmunassays (ELISA) und Lineassays (Blot) zur AAk-Differenzierung angeboten.

Eine Vielzahl genetischer Analysen ist im Bereich der Molekular-, Tumor- und Pharmakogenetik verfügbar. Die niedrig- und hochauflösende HLA-Typisierung wird ebenfalls angeboten. Sollten Sie die Genotypisierung von Sequenzvarianten wünschen, die derzeit noch nicht in unserem Analysenverzeichnis aufgeführt sind, etablieren wir diese gern für Sie.

Folgende Methoden finden für genetische Analysen ihre Anwendung:

  • Polymerasekettenreaktion (allelspezifisch, sequenzspezifisch oder inklusive Restriktionsverdau)
  • Schmelzkurvenanalyse
  • reverse Hybridisierung
  • Sanger-Sequenzierung
  • Multiplex Ligation-Dependent Probe Amplification-MLPA (zum Nachweis großer Deletionen bzw. Genamplifikationen)
  • Next-Generation-Sequencing (NGS)

Die quantitative Charakterisierung von Zellpopulationen aus Blutproben oder Zellkultur erfolgt mittels Durchflusszytometrie (auch bekannt als FACS-Analyse) auf dem 10-Farb-Analyse-System BD FACSLyricTM.

Neben den bereits etablierten Standard-Parametern zur Charakterisierung von z.B. T-, B- und NK-Zellen über die entsprechenden Linien-Marker CD3, CD4, CD8, CD19 und CD16/56 sowie ausgewählter Subpopulationen (z.B. regulatorische Zellen (Treg; CD4+/CD25++/CD127low) und Thymusemigranten (CD4+/CD45RA+/CD31+)) kann anhand spezifischer extra- bzw. intrazellulärer Marker nahezu jede Zellpopulation sowie deren Charakteristika (Apoptose-Status, Aktivierungsgrad etc.) bestimmt werden.

Darüber hinaus erlaubt die Durchflusszytometrie die Durchführung ausgewählter funktioneller Zelltestungen (siehe „Immunfunktionsteste“).

Im Rahmen der Immunfunktionsdiagnostik werden Testungen für verschiedene Subpopulationen des Immunsystems wie Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten einschließlich der T-Zellen und NK-Zellen angeboten, die Aussagen zur Funktionalität der verschiedenen Zelltypen erlauben. 

Granulozytenfunktionsteste

Zur Bestimmung der Granulozytenfunktion können der PhagotestTM- und PhagoburstTM-Test durchgeführt werden. Während der PhagotestTM anzeigt, in welchem Maß die Granulozyten opsonisierte Bakterien aufnehmen, wird im PhagoburstTM-Test nachgewiesen, wie effizient aufgenommene Bakterien zerstört werden (BURST-Reaktion). 

Basophilendegranulationstest (BDT)

Zum Nachweis von Sensibilisierungen gegenüber Allergenen wird der Basophilen-Degranulations-Test (BDT; CAST® 2000 ELISA; „in vitro Provokationstest“) angeboten. Dieser Test weist im Unterschied zum Fluoreszenz-Enzym-Immunassay (FEIA, umgangssprachlich RAST) neben Basophil-gebundenen, Allergen-spezifischen IgE-Antikörpern auch sog. Pseudoallergien nach und besitzt somit neben einer höheren Sensitivität für IgE-Antikörper auch ein breiteres Reaktionsspektrum zur ätiologischen Klärung von Unverträglichkeitsreaktionen. 

Monozyten-Funktionstest

Der Monozyten-Funktionstest basiert auf der Bestimmung des Tumornekrosefaktors- α (TNF- α). TNF-α wird von Monozyten  auf unterschiedliche Reize hin freigesetzt und ist eines der Schlüsselzytokine jeder pro-entzündlichen Immunreaktion. Auf Kundenwunsch kann die Wirkung jedes beliebigen Präparates auf die Monozytenfunktion getestet werden. Dabei wird TNF- α mit Hilfe des  Chemiluminescence Immunoassays (CLIA; Immulite®) nach Zugabe des Präparates zur Blutprobe quantifiziert.  Als Bezugswert dient die Lipopolysaccharid (LPS)-induzierte TNF- α -Freisetzung.

NK-Zell-Zytotoxizitätstest

Der NK-Zell-Zytotoxizitätstest (oder auch NK-Zell-Aktivitätstest) ist eine quantitative Methode zur Überprüfung der Funktion von NK-Zellen, der unter Verwendung der NK-Zell-sensitiven Zelllinie K562 durchgeführt wird. Es handelt sich hierbei um einen nicht-radioaktiven Calcein-Release Test, der in der Durchführung und im Messprinzip dem klassischen Chromium-51 (51Cr)-Release-Assay entspricht.

Lymphozyten­trans­formations­test

Der Lymphozytentransformationstest (LTT) ist eine Methode zum Nachweis einer spezifischen zellulären Sensibilisierung. Dieser Test hat sich durch Weiterentwicklung der Zellkulturtechniken sowie Analyseverfahren zu einem reproduzierbaren und hochsensitiven Verfahren für die medizinisch-biologische Forschung entwickelt.

Die Indikationspalette des LTT umfasst den Nachweis bzw. Ausschluss von Sensibilisierungen vom zellvermittelten Typ (Typ IV-Reaktion), Defekten und Funktionsstörungen des Immunsystems, zellulärer Kompatibilität/ Inkompatibilität (Transplantationsmedizin) und der lymphozytären Reaktivität gegenüber Infektionserregern.

Bestimmung des intrazellulären Glutathions (GSH)

Die Bestimmung des Glutathion-Haushaltes erfolgt auf Basis des intrazellulären Glutathion-Spiegels, der zur Abschätzung des antioxidativen Potentials der Zellen herangezogen werden kann. Glutathion ist im Serum instabil, jedoch intrazellulär in 10-fach höheren, gut messbaren Konzentrationen vorhanden. Die Bestimmung der reduzierten Form des Glutathions (GSH) erfolgt in isolierten, peripheren mononukleären Zellen des Blutes, die Monozyten, T-Lymphozyten und NK-Zellen beinhalten.

Klinische Chemie

Die Klinische Chemie umfasst die Basisdiagnostik aller gängigen Enzyme, Elektrolyte, Hormone, Vitamine und Metabolite in Untersuchungsmaterialien wie Blut, Urin und Liquor cerebrospinalis. Eine vollautomatisierte Analytik kann auf den Plattformen von Roche Diagnostics, Siemens und Beckman-Coulter angeboten werden.

Hämatologie/­Hämostaseologie

Neben der Durchführung der "klassischen" Blutbilduntersuchung (Differentialblutbild) werden zytofluorometrisch alle gängigen Lymphozytensubpopulationen bis hin zur Lymphomtypisierung nachgewiesen. Die Analytik erfolgt auf der vollautomatisierten Laborstraße XN 9000 der Firma Sysmex bzw. auf Durchflusszytometern der Firma Becton Dickinson.

Im Bereich der Hämostaseologie (Gerinnungsanalytik) erfolgt die Analytik auf ACL Top Geräten der Firma Werfen.

Infektiologie

Im Bereich der Infektiologie finden Methoden der konventionellen mikrobiologischen Diagnostik (Kultur, Identifizierung und Resistenztestung humanpathogener Bakterien und Pilze), serologische (ELISA, Immunblot) und molekularbiologische Verfahren (PCR) sowie zelluläre Untersuchungen (Lymphozytentransformations-Test zum Nachweis erregerspezifischer T-Lymphozyten oder dem Quantiferon-Tb-Gold Plus Test) ihre Anwendung.

Pharmakologie

Mit modernsten Untersuchungsverfahren werden qualitative und quantitative Bestimmungen sowohl von Fremdstoffen als auch endogener Parameter aus Blut und Urin durchgeführt.

Für die Analytik stehen enzymimmunologische (CEDIA, EIA) und chromatographische Methoden (HPLC, GC, GC/MS und LC-MS/MS) zur Verfügung. Die analytischen Schwerpunkte umfassen hierbei das therapeutische Drug Monitoring, Screening auf Drogen und missbrauchsrelevanten Stoffen, die Analyse von Katecholaminen und anderen biogenen Aminen sowie die Entwicklung und Durchführung von analytischen Methoden zum Nachweis neuer Arzneistoffe und Metaboliten.

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